Liedtexte – Kindermusical „Die kostbare Münze“

© Freie evangelische Gemeinde Görlitz KdöR

 

1 – Jahrmarkt

Hinter Peter und Paul steigt die Sonne hinauf,
und glitzert in den Wellen am Fluss.
Sie scheint durch die Straßen und Gassen der Stadt,
und weckt sie mit goldenem Gruß.
Mit Kutschen kommen Herren und Damen gefahr’n,
sie tragen ihr allerfeinstes Tuch.
Die Pferde, sie traben, an Häusern weh’n Fahnen,
alles ist geschmückt für Besuch.

Denn heute komm’ aus aller Herrenländer,
Handwerker, Gaukler und Händler.

Es ist Jahrmarkt an der Via Regia,
heut’ kann man kaufen was einem gefällt.
Es ist Jahrmarkt an der Via Regia,
in Görlitz trifft sich heut’
Gott und die ganze Welt.

Rundherum wird gehandelt um Güter und Geld,
in so vielen Sprachen der Welt.
„Bonjour“, „i dzień dobry“, „How much is the fish?“
Ein buntes Treiben, wie es uns gefällt.
Mittendrin spielt ein Musiker seine Schalmei,
und singt Hit für Hit, atemlos.
Der Papagei schreit: „Ich bin auch mit dabei!“
Denn heute ist hier richtig was los.

Denn heute komm’ aus aller Herrenländer,
Omas, Tanten, Onkel und Eltern.

Musik: Norman Schwarz • Rahel Ntusi
Text: Norman Schwarz • Anthea Mgetyengana

 

2- Sie muss zurück

Ich kann es kaum erwarten.
Seht die Münze an!
Das wird ein Abenteuer,
ich setze alles dran.
Es gibt jemand’ der grübelt,
sucht im ganzen Haus,
denn seine Münze ging verlor’n,
er weiß nicht ein noch aus.

Welch eine schöne Prägung,
und so glatt poliert.
Es ist gewiss nicht einfach,
wenn man sie verliert.
Vielleicht hat das Verschwinden,
Träume gar zerstört,
ach, wenn ich bloß erraten könnt’,
wem dieser Schatz gehört!

Doch eines weiß ich sicher:
ich will mein Bestes tun.
Und bis ich es geschafft hab’,
werde ich nicht ruh’n.

Sie muss zurück, zurück,
das ist doch klar.
Sie muss zurück, zurück,
ja, es ist wahr.
Sie ist nicht mein und auch nicht dein,
wer wird wohl der Besitzer sein?

Dieses wertvolle Stück:
sie muss zurück.

Beim Hufschmied oder Wagner,
fängt die Suche an.
Danach geh’ ich zum Fischmarkt,
das ist gleich nebenan.
Und wenn ich dort nichts finde,
geb’ ich noch nicht auf.
Im Gasthof werd’ ich fündig,
da wett’ ich alles drauf.

Musik: Rahel Ntusi • Anthea Mgetyengana
Text: Rahel Ntusi • Samuel Pydd • Annie Richter

 

3 – Was hab ich nur getan?

Grad eben war noch alles gut und dann kam die Wut.
Sie packte mich und nahm mich ein, sie kann das so gut.
Ich wollte das nicht machen aber jetzt steh’ ich hier,
voller Angst und Schuld, ganz hilflos, welch ein Sturm tobt bloß in mir?

Oh-oh, Ah-ah

Wie konnte das passieren?
Wie konnt’ ich die Kontrolle verlieren?
Das war niemals Teil von meinem Plan.
Oh-oh, was hab ich nur getan?

Es ging alles so schnell und plötzlich war es gescheh’n.
Ich schäme mich zutiefst, wie soll ich nun aufrecht geh’n?
Ich wollte das nicht machen aber jetzt steh’ ich hier,
voller Scham und ganz alleine, welch ein Sturm tobt da in mir?

Musik: Anthea Mgetyengana
Text: Anthea Mgetyengana • Rahel Ntusi

 

4 – Wut

Wie konntest du das tun? Was hast du dir nur gedacht?
Er konnte nichts dafür, hat dir nie Kummer gemacht.
Ich weiß, du hattest Stress mit den anderen Jungs.
Rechtfertigt aber nicht, dass du ärgerst Hinz und Kunz.
Vergreifst dich an den Schwächeren, schämst du dich nicht?
Wenn das alle erfahren, dann verlierst du dein Gesicht.
Ich glaub’ mir platzt der Kragen, wie kannst du aufrecht geh’n?
Sag, kannst du deinem Spiegelbild noch in die Augen seh’n?

Gott hol’ mich raus…. aus diesem Alptraum!

Mein kleiner Bruder ist ein Schatz, sein Herz ist aus Gold,
hat nicht mal diese Münze für sich selber gewollt.
Auch für dich hat er noch Güte, kaum zu versteh’n.
Denn du hast ihn zerschmettert, zu dem alle aufseh’n.
Es ist nicht fair, dass er nun leidet, nur wegen dir.
Ich hoffe, alles kommt zurück: Schmerz für dich hoch vier.
Verflixt nochmal und zugenäht, das Leben ist gemein.
Warum trifft es den einen, der noch ist so klein und rein?

Ich sag’ dir, wenn mein Bruder große Schmerzen hat,
wenn er für seine Krücken irgendwo wird verlacht,
falls er nie wieder hüpfen, laufen, tanzen kann,
oder Vaters Geschäft nicht übernehmen kann, dann
zieh’ ich dich zur Rechenschaft, ja du wirst bezahl’n.
Wie du das dann schaffst ist mir auch völlig egal.
Denn deine Hand hat unsere Familie zerstört.
Ich hoff’, du hast die Zeilen meiner Wut jetzt gehört.

Musik: Moka Beats / Ludger Nowak
Text: Rahel Ntusi

 

5 – Sie muss zurück (Reprise)

Ich gab ihm mein Versprechen,
und er leidet sehr.
Ich werd’ ihn nicht enttäuschen,
sei es noch so schwer.
Den Spuren will ich folgen,
bis zu ihrem Ziel.
Ich bin doch seine Schwester,
das kostet mich nicht viel.

Caspar, sei dir sicher:
ich will mein Bestes tun.
Und bis ich es geschafft hab’,
werde ich nicht ruh’n.

Sie muss zurück, zurück,
das ist doch klar.
Sie muss zurück, zurück,
ja, es ist wahr.
Sie ist nicht mein und auch nicht dein,
wer wird wohl der Besitzer sein?

Dieses wertvolle Stück:
Sie muss zurück.

Musik: Rahel Ntusi • Anthea Mgetyengana
Text: Rahel Ntusi • Samuel Pydd • Annie Richter

 

6 – Gibt es denn kein Glück für mich?

Ich spür’ die Blicke auf mir,
hör’ Stimmen um mich ‚rum.
Ich wollte mich erst wehren,
doch ich bleibe stumm.
Sie glauben mir kein Wort mehr,
keiner sieht mein Herz.
Gott, kannst du es sehen?
Siehst du meinen Schmerz?

Gibt es denn kein Glück für mich?
Endlich einen Sieg?
Ich fand immer Hoffnung, doch
das Glück bisher schwieg.

Wenn große Menschen wollen,
erreichen sie ihr Ziel.
Dein Mühen ist vergeblich,
es bringt nicht allzu viel.
Wär’ ich einer von ihnen,
läg’ es in meiner Hand,
doch in diesem Sturmwind
bin ich ein Körnchen Sand.

Gott, ich kann dich nicht versteh’n.
Werd’ ich deine Treue seh’n?
Ich geh’ meinen Weg und hör’ auf dich,
was auch passiert.

Musik: Rahel Ntusi • Anthea Mgetyengana
Text: Rahel Ntusi • Samuel Pydd

 

7 – Mach dein Herz weit

Liebes Kind, schau mich an, komm zu mir.
Dein Lächeln fehlt, ich sorge mich, dass du es verlierst.
Erinner dich, wie unbeschwert du einst gewesen bist.
Ich hab dich lieb und wünsche mir, dass du das nicht vergisst.

Ich sag dir: Mach dein Herz weit mein Kind,
schau vorwärts, sei nicht blind.
Lass einfach los, vergib geschwind.
Mach dein Herz weit.
Ich sag dir: Mach dein Herz weit mein Kind,
es lohnt sich ganz bestimmt.
Altes vergeht, Neues beginnt.
Mach dein Herz weit, mein Kind.

Lege doch deine Hand auf dein Herz.
Und spüre doch, wie es schlägt und auch wie es schmerzt.
Zerstör es nicht durch deine Wut und Unvergebenheit.
Es wird nur heil wenn du verzeihst, lass dir nicht zu viel Zeit.

Halte nicht fest was geschah.
Was auch passiert, ich bin da.

Musik: Sebastian Rochlitzer • Samuel Pydd
Text: Sebastian Rochlitzer • Samuel Pydd

 

8 – Einsamkeit (Lisbeth)

Die Sonne geht schon unter,
sie hat ihr Werk vollbracht.
Und die Laternen flackern,
der Mond geht auf und lacht.
Was hat das zu bedeuten?
Dass kurz vor meinem Ziel,
der Weg hier plötzlich endet?
Es fehlte nicht mehr viel.

Oh-oh-oh

Und die Gedanken rasen.
Wieso bin ich allein?
Ich kann es nicht mehr wenden,
auf meiner Brust ein Stein.
Wie soll ich das erklären,
dass ich am Schluss versag?
Was wird man von mir denken?
Ich hielt mich doch für stark.

Oh-oh-oh

Einsam, Schuld macht einsam.

Musik: Samuel Pydd
Text: Samuel Pydd

 

9 – Einsamkeit (Martin)

Einsam, Schuld macht einsam.

Was er auch versucht hat,
die Türen bleiben zu.
Ein Junge, der zurück bleibt,
der schaut den ander’n zu.
Was bleibt ihm and’res übrig,
als still nach Haus’ zu gehn?
An seinem Platz zu bleiben,
sich nicht mehr umzudreh’n.

Oh-oh-oh

Einsam, Schuld macht einsam.

Musik: Samuel Pydd
Text: Samuel Pydd

 

10 – Das ist meine Chance

Ich habe es allein versucht, doch das hat nicht geklappt.
Ich war in einem Labyrinth, das hohe Mauern hat.
Es brauchte einen anderen, der mich von oben sieht.
Der mir eine Karte gibt, mir hilft weil er mich liebt.

Das ist meine Chance! Eine neue Möglichkeit.
Ich will sie nutzen. Gehe los und bin bereit.
Ich dachte schon: „Das wird nichts mehr!“
Dass es nicht mehr weiter geht.
Doch das ist meine Chance, es ist noch nicht zu spät.

Ich habe es allein versucht, doch das hat nicht geklappt.
Ich stand vor einer großen Schlucht, die keine Brücke hat.
Es brauchte einen anderen, der mein Dilemma sieht.
Der mir Seil und Haken gibt, mir hilft weil er mich liebt.

Das ist DEINE Chance! Eine neue Möglichkeit.
Du musst sie nutzen. Geh’ schon los, mach’ dich bereit.
Du dachtest schon: „Das wird nichts mehr!“
Dass es nicht mehr weiter geht.
Doch das ist DEINE Chance, es ist noch nicht zu spät.

Jeder hat ’ne neue Chance verdient.

Musik: Sebastian Rochlitzer
Text: Sebastian Rochlitzer • Samuel Pydd

 

11 – Es tut mir leid

Ich weiß, ich hab dir weh getan, hab es dir schwer gemacht.
Alle hab ich aufgehetzt, mir nichts dabei gedacht.
Ich schäme mich für meinen Stolz, für meine Eitelkeit.
Lange hab ich mich gewehrt und suchte nur den Streit.

Es tut mir leid, bitte verzeih’!
Lass es uns begraben.
Es tut mir leid, bitte verzeih’!
Lass uns nach vorne seh’n.

Trotz gutem Rat wollt’ ich nicht hör’n, vor Zorn war ich ganz blind.
Eingemauert in mir selbst, war wie ein stures Kind.
Ich wollte einfach nicht vergeben, mein Herz war hart wie Stein.
Deine Hilfe wollt’ ich nicht, am Schluss war ich allein.

Danke, dass du mir Vergebung schenkst,
mir die Last von den Schultern nimmst.
Endlich kann ich wieder aufatmen
und erleben, dass du mich annimmst.

Musik: Rahel Ntusi
Text: Rahel Ntusi • Samuel Pydd

 

12 – Himmel voller Freude

Himmel voller Freude: ein Mensch kehrt um zu Gott.
Himmel voller Freude: die Schuld ist nun hinfort.
Himmel voller Freude: wir kommen zwar als Sünder,
doch Gott nimmt uns an als seine Kinder!

Oft gehen wir verkehrte Wege,
und suchen woanders nach unser’m eig’nen Glück.
Doch wenn wir den Mut finden uns zu Gott umzudreh’n,
dann dürfen wir seine Treue sehen.

Es ist für uns kaum zu begreifen,
wie groß Gottes Liebe für uns Menschen ist.
Auch wenn wir’s nicht verstehen, er will unser Vater sein.
Er lädt jeden Menschen zu sich ein.

Die Engel, sie singen, tanzen und springen.
Jubel und Lachen füllt den Himmel.
Die Engel, sie singen, tanzen und springen.
Jubel und Lachen überall.

Oh-oh, oh-oh, Himmel voller Freude!

Musik: Rahel Ntusi • Anthea Mgetyengana
Text: Rahel Ntusi

 

Soli Deo Gloria!